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„Die Folklore begann erst in Österreich“

01. Januar 1970

Die Schlagzeugerin Maria Petrova erzählt über ihren Werdegang und über Cajons, die Trommelkisten der afrikanischen Sklavinnen in Peru

„Mit der Zeit fühlen sich die Sticks wie eine Verlängerung der Arme an. In den Händen hat man aber ein ganz anderes Gefühl, der Zugang ist natürlicher und ich habe direkten Zugriff auf das Instrument“, sagt Maria Petrova. Sie ist eine der wenigen Schlagzeugerinnen, die genauso locker und souverän mit ihren Händen spielt, wie mit den Drumming-Stecken. Ansonsten bleibt die Trennung oft strikt - Schlagzeugerinnen hier, Bongo Spielerinnen da. In der Werkstatt der Craftistas sollte es aber um Cajons gehen, denn solche wurden selbst gebaut. Die Tischlerin Ela Noack hatte uns Bausätze vorbereitet, es gab aber noch genug zu tun, mit den Snare Teppichen einfügen und leimen und so. „Das Cajon wurde von afrikanischen Sklavinnen und Sklaven in Peru erfunden“, erklärt Maria Petrova. „Die Kolonialherren nahmen denen die Instrumente weg. Dann trommelten sie eben auf Gemüse- und Teekisten. Man kann doch nicht einfach Sklaven die Musik wegnehmen.“

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Schaumstoff ist keine Herausforderung

01. Januar 1970

Ein Porträt der Wiener Möbel-Tapeziererin Ida Divinzenz

Warum jetzt mehr Frauen den Beruf der Möbel-Tapeziererin ausüben? „Er ist weniger lukrativ geworden“, meint Ida Divinzenz. „Wo es wenig Geld gibt, steigen Frauen ein.“ Ein Porträt der Bildhauerin und Möbel-Tapeziererin.

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Nicht alleine dastehen – DoIt Reparaturwerkstatt für geflüchtete Frauen*

01. Januar 1970

Der Prozess, sich wohnlich einzurichten

In der „Do It – ReparaturWERKstatt“ wünschten sich Teilnehmerinnen* Unterstützung in der Wohnung. Auch Flüchtlingsfrauen* möchten sich so schnell wie möglich praktisch und wohnlich einrichten. Ein ständiger Prozess.

„Es geht darum, den Umgang mit Werkzeug zu lernen und schnell praktisch etwas selber zu machen“, erklärt die Anleiterin. „Der Fokus liegt darauf, was ihr für eure Wohnung braucht. Wir kommen mit euch in eure Wohnung und dort montieren wir ein Regal, hängen eine Lampe auf, oder was ihr eben braucht.“ Die Augen der Teilnehmerinnen* der „Do It ReparaturWERkstatt“ blitzen auf, man sieht, dass jeder sofort etwas einfällt, ein Bild vor ihrem inneren Auge erscheint. Jede hat so ihre Ecke in der Wohnung, auf die einmal ein Lichtstrahl fallen sollte, jede braucht Reparaturen, die im Alltag untergehen oder für die gerade kein Geld vorhanden ist. „Keinen Stress“, sagt die Anleiterin, „manche wollen nicht so gerne Unbekannte in ihre Wohnung lassen, aber es kommen eh nur ein, zwei, drei Frauen* mit, die sich für das selbe Thema interessieren und helfen wollen – je nachdem wie viele möchten und die Frau* in die Wohnung lassen will.“

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Am Ende leuchtet die Glühbirne - Elektro-Installations-Workshop

01. Januar 1970

Kabelbretter bespielen – im Elektro-Installations-Workshop

Ein Plan wird groß aufgezeichnet: „Die einfache Ausschaltung mit Steckdose“ nennt sich der.

„Es gibt einen Bereich zwischen ‚es funktioniert‘ und ‚der Strom ist richtig angeschlossen‘ “, sagt die Anleiterin, „das ist das Gemeine an der Elektrik.“ Die Lampe kann leuchten und jede glaubt, es ist alles in Ordnung, dabei brennen nach ein paar Stunden die Litzen (feine Drähte im Kabel) durch. Darum müssen inzwischen alle Litzen in der EU in die so genannten „Adernendhülsen“ geklemmt und mitgeschraubt werden.
Dann geht es um Gleichstrom, sich bewegende Elektronen, Spannungsquellen und den Kurzschluss!  Zum Elektroinstallations-Workshop sind einige sehr neugierige Frauen in die Craftistas-Werkstatt gekommen.
Lustige Sachen gibt es auch: Zum Beispiel die Info, dass Kühe durch die Schritt-Entfernung der Füße Spannung aufbauen können und so als Kuhblitzableiter fungieren könnten. Einige erinnern sich noch an die Schulzeiten: Widerstand ist Ohm, die Spannung wird in Volt gemessen und Ampere steht für die Stromstärke. Wie geht noch mal das Ohm‘sche Gesetz? Spannung = Widerstand x Stromstärke. Genau.

In der Steckdose herrscht Wechselspannung vor, fünfzig Mal in der Sekunde wechselt die! Ab 50 Volt wird es gefährlich für den Menschen, deswegen haben z. B. alle Kinderspielzeuge unter 50 Volt. Ein wichtiger Tipp: Die Bettlampe sollte keine LED-Tageslicht Lampe sein, denn mit der wird eine munter, statt sich zu entspannen.

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