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Am Ende leuchtet die Glühbirne - Elektro-Installations-Workshop

22. Mrz 2018

Kabelbretter bespielen – im Elektro-Installations-Workshop

Ein Plan wird groß aufgezeichnet: „Die einfache Ausschaltung mit Steckdose“ nennt sich der.

„Es gibt einen Bereich zwischen ‚es funktioniert‘ und ‚der Strom ist richtig angeschlossen‘ “, sagt die Anleiterin, „das ist das Gemeine an der Elektrik.“ Die Lampe kann leuchten und jede glaubt, es ist alles in Ordnung, dabei brennen nach ein paar Stunden die Litzen (feine Drähte im Kabel) durch. Darum müssen inzwischen alle Litzen in der EU in die so genannten „Adernendhülsen“ geklemmt und mitgeschraubt werden.
Dann geht es um Gleichstrom, sich bewegende Elektronen, Spannungsquellen und den Kurzschluss!  Zum Elektroinstallations-Workshop sind einige sehr neugierige Frauen in die Craftistas-Werkstatt gekommen.
Lustige Sachen gibt es auch: Zum Beispiel die Info, dass Kühe durch die Schritt-Entfernung der Füße Spannung aufbauen können und so als Kuhblitzableiter fungieren könnten. Einige erinnern sich noch an die Schulzeiten: Widerstand ist Ohm, die Spannung wird in Volt gemessen und Ampere steht für die Stromstärke. Wie geht noch mal das Ohm‘sche Gesetz? Spannung = Widerstand x Stromstärke. Genau.

In der Steckdose herrscht Wechselspannung vor, fünfzig Mal in der Sekunde wechselt die! Ab 50 Volt wird es gefährlich für den Menschen, deswegen haben z. B. alle Kinderspielzeuge unter 50 Volt. Ein wichtiger Tipp: Die Bettlampe sollte keine LED-Tageslicht Lampe sein, denn mit der wird eine munter, statt sich zu entspannen.

Ohne Kerben abmanteln

Am nächsten Tag zeigt uns eine richtige Elektromeisterin unter anderem wie man einen Phasenprüfer richtig hält. „Damit ihr richtig gscheit pfuschen könnt, wenn schon überhaupt herumpfuschen“, lacht sie, „denn der Unterschied zwischen pfuschen und richtig pfuschen besteht in der Sicherheit!“ Beim Abmanteln dürfen keine Kerben im Draht entstehen. Das müssen wir mit leichter Hand des Öfteren üben. „Zamzwicken“, auslassen, abziehen… Und zwar ohne Kerben, wie gesagt. Gar nicht so leicht. Gelb-grün ist die Schutzleitung, braun ist die Phase und bei dem blauen Kabel ist keine Spannung drauf. Da das Schutzleiter-Kabel als letztes abreißen soll, ist das Gelb-grüne das längste. Eine Sicherung ist übrigens eine „Sollbruchstelle“.

Ein Plan wird groß aufgezeichnet: „Die einfache Ausschaltung mit Steckdose“ nennt sich der. Wir müssen diesen Plan auf Kabelbrettern nachbauen. Kabelbretter sind Bretter mit mehreren Löchern, durch die die Kabel in richtiger Reihenfolge gezogen werden. Am Ende leuchtet die Glühbirne! Bei den vielen Kabeln, hätte ich es ja nicht geglaubt. Aber alles richtig gemacht. Wow.

Dann lernen wir noch schnell ein Paar Sicherheitsregeln, bevor eine Lampe gewechselt oder repariert wird: Nur Lichtschalter aus reicht nicht. Sondern Strom weg, Sicherung weg. Dann sicherstellen, dass niemand die Sicherung wieder einschalten kann, während wir herum werkeln. Und auf Spannungsfreiheit prüfen.

Spannungsfreiheit also. Genau.

Dieser Beitrag entstand im Rahmen der Workshopreihe "Frauen*portraits erleben", welche von der MA57 FrauenStadt Wien gefördert werden und beschreibt den Workshop "Elektroinstallation Basics".

Infos und Handouts zuElektronik, Elektrotechnik und Energie findest du hier

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